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Sophos XGS · Auswahl, Einrichtung, Betrieb

Sophos XGS Firewall

Welches Modell zu Leitung und Nutzerzahl passt, was TLS-Inspektion an Leistung kostet und wer danach das Regelwerk pflegt – von Sophos Gold Partner Systemhaus Erdmann.

Dimensionierung
nach Leitung, Nutzern, TLS-Last
2–3 Wochen
von Aufnahme bis Umschaltung
Gold Partner
10 zertifizierte Mitarbeiter
Kurz beantwortet

Die Sophos XGS ist die aktuelle Firewall-Baureihe von Sophos und ersetzt die ausgelaufenen UTM-/SG-Modelle. Systemhaus Erdmann aus Solingen wählt das Modell anhand von Leitungsbandbreite, Nutzerzahl und geplanter TLS-Inspektion aus, baut das Regelwerk vorab auf, schaltet in einem Fenster außerhalb der Betriebszeit um und übernimmt anschließend Firmware, Regeln und Lizenzen. Gekoppelt mit Intercept X isoliert die XGS auffällige Geräte selbstständig im Netz.

Worum es wirklich geht

Eine Firewall ist so gut wie ihr Regelwerk – nicht wie ihr Datenblatt

Die meisten Firewalls, die wir übernehmen, sind technisch in Ordnung. Was fehlt, ist Ordnung im Regelwerk: Freigaben für Server, die es nicht mehr gibt, Portweiterleitungen aus einem Projekt von 2019, Ausnahmen ohne Notiz, warum sie angelegt wurden.

Bei der XGS achten wir deshalb auf zwei Dinge gleichzeitig: die richtige Baugröße – damit die Leistung auch mit aktiver TLS-Inspektion reicht – und ein Regelwerk, das man in zwei Jahren noch versteht.

Der zweite Grund für XGS ist die Kopplung mit dem Endpoint-Schutz: Ein Rechner, auf dem Intercept X anschlägt, wird von der Firewall isoliert. Diese Automatik muss eingerichtet und getestet werden, sonst bleibt sie ein Häkchen in der Konsole.

Modellauswahl

Wonach wir die Baugröße festlegen

Leitung und Standorte

Symmetrische Glasfaser oder Kabelanschluss, ein Standort oder mehrere, VPN-Tunnel zu Werk, Lager oder Homeoffice – das bestimmt den Durchsatz, den die Firewall tatsächlich leisten muss.

Gleichzeitige Nutzer

Nicht die Mitarbeiterzahl zählt, sondern wer gleichzeitig aktiv ist – inklusive Maschinen, Kassen, Zeiterfassung und allem, was dauerhaft nach Hause telefoniert.

TLS-Inspektion

Der Posten mit dem größten Leistungshunger. Wenn Inspektion vorgesehen ist, rechnen wir sie von Anfang an ein statt später eine Nummer nachzukaufen.

Segmentierung

Fertigung, Verwaltung, Gäste-WLAN und Fernwartung getrennt zu führen kostet Regeln und Schnittstellen – auch das gehört in die Auswahl.

Ausfallsicherheit

Für Betriebe, die ohne Netz stillstehen: zwei Geräte im Cluster oder ein zweiter Internetzugang mit automatischer Umschaltung.

Laufzeit und Lizenzmodule

Welche Module Sie wirklich brauchen – und welche im Angebot stehen, weil sie sich gut verkaufen. Wir sagen, was Sie streichen können.

Vorher / nachher

Was sich mit einer betreuten XGS ändert

KriteriumTypische AusgangslageMit Systemhaus Erdmann
Regelwerkgewachsen, undokumentiert, niemand traut sich zu löschengesichtet, dokumentiert, Altlasten abgeschaltet
Verschlüsselter VerkehrFilter greifen nur beim Ziel, nicht beim InhaltTLS-Inspektion mit gepflegten Ausnahmen
Auffällige GeräteMeldung im Postfach, Reaktion am nächsten WerktagFirewall isoliert das Gerät automatisch
FernzugriffVPN mit Zugang zum gesamten NetzZTNA je Anwendung und Person
Firmwarewird verschoben, weil niemand die Nebenwirkung kenntWartungsfenster mit Rückfallplan
LizenzenAblauf fällt auf, wenn Funktionen ausfallenVerlängerung mit Vorlauf angekündigt
Einführung

Vom alten Gerät zur laufenden XGS

SCHRITT 1
Aufnahme

Leitung, Segmente, aktive Regeln, VPN-Verbindungen und Lizenzstand aufnehmen. Ergebnis ist eine Liste, was bleibt und was entfällt.

SCHRITT 2
Aufbau im Vorfeld

Die neue XGS wird bei uns konfiguriert, Regelwerk übertragen, Kopplung mit Intercept X eingerichtet und geprüft.

SCHRITT 3
Umschaltung im Fenster

Außerhalb Ihrer Betriebszeit, mit Checkliste und dem alten Gerät als Rückfallebene. Danach begleiteter Betrieb in den ersten Tagen.

SCHRITT 4
Betrieb

Firmware, Signaturen, Regeländerungen, Auswertung der Meldungen und Lizenzverlängerung übernehmen wir dauerhaft.

Häufig gebraucht

Welche Funktionen im Mittelstand tatsächlich zum Einsatz kommen

Die XGS kann deutlich mehr, als die meisten Betriebe brauchen. Diese vier Bereiche sind es, die in der Praxis den Unterschied machen – alles andere entscheiden wir gemeinsam gegen den Aufwand.

Segmentierung
Fertigung, Verwaltung, Gäste und Fernwartung getrennt – damit ein befallener Rechner im Büro nicht die Maschinensteuerung erreicht.
ZTNA statt Dauer-VPN
Zugriff je Anwendung und Person, befristet vergeben – besonders für Fernwartung durch Maschinen- und Softwarehersteller.
Synchronized Security
Kopplung mit Intercept X: auffällige Geräte werden isoliert, bevor jemand den Alarm liest. Eingerichtet und getestet, nicht nur aktiviert.
Standortkopplung
Werk, Lager und Büro über Site-to-Site-Tunnel verbinden, mit Priorisierung für Telefonie und Warenwirtschaft.
Sophos UTM & SG

Wenn noch eine UTM oder SG im Schrank steht

Die alten Baureihen sind ausgelaufen. Solange sie läuft, funktioniert sie – neue Funktionen, aktuelle Erkennung und Support gibt es aber nicht mehr. Der Umstieg auf XGS ist deshalb keine Frage von ob, sondern von wann und wie geordnet.

Wir empfehlen, das Regelwerk bei dieser Gelegenheit nicht eins zu eins zu übernehmen, sondern zu sichten: Was ist noch in Gebrauch, was war ein Provisorium, welche Freigabe gehört zu einem Dienstleister, der längst nicht mehr für Sie arbeitet? Der Aufwand fällt einmal an – die Übersicht bleibt.

Verwandte Seiten: Sophos im Überblick, Managed Firewall und Next-Gen Firewall für die herstellerneutrale Sicht.

Häufige Fragen

Sophos XGS – Fragen & Antworten

Welches XGS-Modell brauchen wir?+
Das hängt an drei Größen: Bandbreite der Internetleitung, Zahl gleichzeitig aktiver Nutzer und daran, ob TLS-Inspektion mitlaufen soll. Letztere kostet am meisten Leistung – eine Firewall, die ohne Inspektion reicht, ist mit Inspektion oft eine Nummer zu klein. Wir dimensionieren anhand Ihrer echten Zahlen, nicht anhand der Datenblattwerte.
Was bringt TLS-Inspektion konkret?+
Der größte Teil des Webverkehrs ist verschlüsselt. Ohne Inspektion sieht die Firewall nur, wohin ein Rechner verbindet, nicht was übertragen wird. Mit Inspektion greifen Web- und Malwarefilter auch dort. Wir richten sie mit Ausnahmelisten ein, damit Banking, Steuersoftware und Zertifikats-gebundene Portale weiter funktionieren.
Können Sie eine bestehende XGS übernehmen, die jemand anders eingerichtet hat?+
Ja, das ist häufig der Einstieg. Wir sichten das Regelwerk, dokumentieren was aktiv ist, markieren offensichtliche Altlasten – Regeln auf ausgemusterte Server, Any-Any-Freigaben, alte Portweiterleitungen – und stimmen mit Ihnen ab, was entfällt.
Wie läuft der Austausch der alten Firewall ab?+
Die neue XGS wird vorab aufgebaut und konfiguriert, das Regelwerk wird übertragen und geprüft. Umgeschaltet wird in einem vereinbarten Fenster außerhalb Ihrer Betriebszeit, mit der alten Firewall als Rückfallebene im Schrank. In der Regel zwei bis drei Wochen von der Aufnahme bis zur Umschaltung.
Ersetzt ZTNA unser VPN vollständig?+
Für Zugriff auf einzelne Anwendungen ja, und das ist der sinnvolle Weg: Zugriff wird je Person und je Anwendung erlaubt statt pauschal auf das ganze Netz. Standort-zu-Standort-Verbindungen bleiben klassische Site-to-Site-Tunnel zwischen den Firewalls.
Was ist mit Sophos UTM und SG – läuft das noch?+
Die alten UTM-/SG-Geräte sind ausgelaufen. Wer noch damit arbeitet, sollte den Umstieg auf XGS planen statt ihn abzuwarten: Regelwerk sichten, sauber neu aufbauen, in einem Fenster umschalten. Konfigurationen lassen sich teilweise übernehmen, eine Neuaufnahme ist meist die bessere Investition.
Wer pflegt Regelwerk und Firmware nach der Einführung?+
Wir, wenn Sie möchten. Firmware und Signaturen laufen in Wartungsfenstern, Regeländerungen bekommen eine Notiz, warum sie existieren, und Lizenzen verlängern wir vor Ablauf. Details dazu auf der Seite zu Managed Firewall.

XGS-Dimensionierung kostenlos prüfen

Wir sehen uns Leitung, Nutzerzahl, Segmente und Ihr aktuelles Regelwerk an und sagen, welche Baugröße reicht – und welche Module Sie streichen können. Erstreaktion unter 1 Stunde in der Servicezeit Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–16 Uhr.

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